Weiß ist nicht gleich weiß ...

Bei der Auswahl der Pigmente gilt diese Aussage nicht nur für den Farbton, sondern auch für die Pigmentqualität. Wichtige Unterschiede gibt es bei der Deckkraft, dem Aufhellvermögen, der Witterungsbeständigkeit, der Abrasivität und bei der Dispergierbarkeit der Pigmente.

Als Weißpigmente können verschiedene chemische Stoffe dienen (siehe Grafik). Welche Eigenschaften mit der Weißfärbung erreicht werden können, hängt im Wesentlichen von der Auswahl der Pigmente ab. Titandioxid kommt in verschiedenen Kristallmodifikationen wie Anatas und Rutil vor, die ebenso wie das Herstellungsverfahren unterschiedliche Pigmenteigenschaften hervorrufen. Rutil, das wichtigste Weiß-Pigment mit dem höchsten Aufhellvermögen, erzeugt einen strahlenden warmen Weißton. Die Zugabe von Extendern erhöht die Deckkraft des Masterbatches und verbessert beispielsweise die Bedruckbarkeit z.B. von PE-Folien.

Bild mit Eisbär - Weiß ist nicht gleich weiß

Die Auswahlkriterien bei der Rezeptierung unserer Weiß-Masterbatche beinhalten nicht nur Aspekte wie Deckkraft und Farbton sondern auch Kriterien wie UV-Stabilität oder abrasionsarme Pigmentausrüstungen. Nicht zuletzt ist die Berücksichtigung spezieller kundenspezifischer Kriterien ein Grund für unser reichhaltiges Angebot an verschiedenen Weiß-Masterbatchen.


Grafik: Vergleich des Aufhellvermögens verschiedener anorganischer Stoffe in Polymeren





Vergleich des Aufhellvermögens verschiedener anorganischer Stoffe in Polymeren.

Weiß-Masterbatche / Kombinationen mit Additiven

können ab einer Mindestmenge von 500 kg individuell auf kundenspezifische Bedürfnisse eingestellt werden und bringen dem Anwender eine ganze Reihe von Vorteilen:

  • Produktionssicherheit: Die Additivzugabe ist mit der Farbgebung verbunden, eine Kontrolle der Dosierung kann durch die Farbe erfolgen.
  • Vereinfachte Dosierung: Es müssen keine verschiedenen Masterbatche verwendet werden.
  • Kostensenkung: Die Produktions-, Beschaffungs- und Lagerkosten eines zusätzlichen Masterbatches entfallen.

Additive

AO: Verarbeitungsstabilisatoren schützen Polymere und Wirkstoffe vor einer Schädigung bei der Verarbeitung.
AST: Lang- und Kurzzeit-Antistatika wie ethoxylierte Amine, Alkanolamine, Alkylsulfonate oder Glycerinmonosterat einzeln oder kombiniert mit synergistischer Wirkung.
HALS: Polymere und monomere UV-Stabilisatoren bieten dauerhaften Gebrauchsschutz für die Kunststoffe.
Absorber: Chemische Filtersubstanzen absorbieren die schädlichen UV-Strahlen und unterstützen die Wirkung von UV-Stabilisatoren synergistisch.
NK: Nukleierungsmittel erhöhen die Kristallinität, verkürzen die Kühlzeit und egalisieren Schrumpf und Verzug.
Slip: Gleitmittel wie Polyolpartialester oder Fettsäurederivate verbessern die Entformbarkeit, erleichtern die Montage, verbessern die Fließeigenschaften oder erzeugen einen Gleiteffekt auf der Oberfläche.
Extender: Extender wie Bariumsulfat oder Calciumcarbonat erhöhen die Deckkraft von Masterbatchen. Sie besitzen ein geringeres Aufhellvermögen als Pigmente, verbessern jedoch z.B. die Bedruckbarkeit.


Trägermaterial

Nemitz Weiß-Masterbatche basieren auf hochwertigen Titandioxiden in unterschiedlichen Trägerpolymeren, teilweise kombiniert mit Additiven. Die Verträglichkeit der Masterbatche wird durch das Trägerpolymer bestimmt.

Lebensmittelkontakt

Die Wirkstoffe haben im Allgemeinen innerhalb der üblichen Dosierung eine Zulassung laut BfR. Die einzelnen Daten sind den Produktinformationsblättern zu entnehmen. Zulassungen anderer Behörden, speziell FDA- und EG-Zulassungen, liegen in den meisten Fällen ebenfalls vor und können im Bedarfsfall erfragt werden.


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