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Antiblock-Masterbatche verhindern als "Abstandhalter" das Zusammenkleben (Adhäsion) von einzelnen Folienlagen beim Abrollen während der Konfektionierung, insbesondere bei Folien aus Polyolefinen, PET bzw. PA und binden bei der Extrusion freiwerdende niedrigmolekulare Bestandteile. Dadurch wird die Wulstbildung (Plate-out) an der Düse verringert.

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Die Wirksamkeit als Antiblockmittel wird hauptsächlich durch die Anzahl und Größe der Partikel bestimmt. Bei der Auswahl der richtigen Partikelgröße sind die Auswirkungen auf die optischen und mechanischen Eigenschaften zu berücksichtigen. Für optisch anspruchsvolle Folien (z.B. BOPP) sind synthetische Kieselsäuren wegen ihrer kleinen Korngröße mit eng definierter Spannweite zu bevorzugen. Für opake Folien können auch natürliche Kieselsäuren, Talkum oder Calciumcarbonat mit größerer Partikelgröße und Beschaffenheit eingesetzt werden (siehe Grafik).

Synthetische Antiblockmittel können aufgrund ihrer großen spezifischen Oberfläche andere Additive wie z.B. Gleitmittel binden und in ihrer Wirkung beeinträchtigen. Talkum und Calciumcarbonat verschlechtern u.U. die Transparenz. Bei natürlichen Antiblockmitteln ist aufgrund der großen Streubreite der Partikelgröße und der kantigen Oberflächenbeschaffenheit mit erhöhtem Verschleiß bei der Extrusion zu rechnen.



Spannweiten der Korngrößen bei verschiedenen Antiblockwirkstoffen

Unsere Masterbatche bieten wir zugeschnitten auf die individuellen Anforderungen an:

  • Trägermaterial: auf Basis PE, PP, EVA, PET(G) und PA oder auf Wunsch
  • Additive: mit synthetischer Kieselsäure, Talkum oder Kreide
  • Kombi-MB: mit z.B. Gleitmittel kombiniert

Anwendungen

  • Blas- und Flachfolien
  • Siegel- und Lebensmittelfolien (z.B. Wurstpellen)
  • Plattenextrusion
  • Spritzguss: Zur Optimierung der Entformung (Kombibatch mit Gleitmittel, s. dort).

Lebensmittelkontakt

Die Wirkstoffe haben im Allgemeinen innerhalb der üblichen Dosierung eine Zulassung laut BfR. Die einzelnen Daten sind den Produktinformationsblättern zu entnehmen. Zulassungen anderer Behörden, speziell FDA- und EG-Zulassungen, liegen in den meisten Fällen ebenfalls vor und können im Bedarfsfall erfragt werden.


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